Ich bin Heilpraktikerin und Rettungssanitäterin, Ehefrau und Mutter von drei fast erwachsenen Kindern.
Alles fing damit an als im Juli 2019, bei einer Vorsorgeuntersuchung ein auffälliger Pap-Abstrich festgestellt wurde. Anfangs war ich ein bißchen nervös, dachte mir aber noch nicht wirklich viel dabei. Im Nov. 2019 war allerdings auch der zweite Abstrich auffällig und so nahm alles seinen Lauf. Biopsie → Konisation und dann die Gewissheit – ich hatte Gebärmutterhalskrebs. Für mich brach eine Welt zusammen. Einen Tag vor Weihnachten hatte ich das chirurgische Aufklärungsgespräch für meine Gebärmutterentfernung und man klärte mich auch darüber auf, dass einige meiner Lymphknoten in diesem Bereich mitentfernt werden müssten. Diese würden dann noch während der OP untersucht und dann entschieden, ob noch mehr Lymphknoten mit entfernt werden müssen oder nicht.
Am 13. Jan. 2020 war es dann soweit. Die OP dauerte gute 6 Stunden und man teilte mir am nächsten morgen mit, dass alles soweit gut verlaufen war. Man hatte mir allerdings insgesamt 17 Lymphknoten entfernt. 7 auf der rechten Seite und 10 auf der linken Seite, aber – und das war das allerwichtigste überhaupt – allesamt waren negativ, es wurden keine Metastasen gefunden. Ich galt also als “geheilt.” Auch waren keine Chemo oder Bestrahlung nötig. Es war das zweite mal, dass ich in dieser schwierigen Zeit in Tränen ausbrach, dieses Mal waren es allerdings pure Glückstränen.
Ich sollte alle 3 Monate zur Nachsorge, aber ansonsten bräuchte ich nichts weiter beachten, so sagte man mir. Es klärte mich keiner darüber auf, dass ich aufgrund der OP und der Entfernung der Lymphknoten evtl ein Lymphödem entwickeln könnte.
Und obwohl ich Heilpraktikerin und Rettungssanitäterin bin, kannte ich mich nicht wirklich damit aus. Natürlich wusste ich, was das Lymphsystem ist und wofür dies und die Lymphknoten notwendig sind. Ich wusste auch was ein Lymphödem ist und wie man es bekommen kann. Aber weiter hatte ich mir vorher nie Gedanken gemacht.
Ich glaube mein Frauenarzt und mein Hausarzt auch nicht wirklich. Denn als ich nachfragte, ob ich jetzt irgendetwas beachten müsse, verneinte man und sagte mir, ich könne genauso weiterleben wie bisher.
Aber da wurde ich von meinem Körper etwas besserem belehrt. Im Sommer 2020 ging es los. Anfangs bemerkte ich eigentlich nur mal ab und zu geschwollene Füße, die ich aber mit hochlegen und kalten Wechselduschen gut in den Griff bekam.
Irgendwann war es dann nicht mehr ganz so leicht und ich sprach meinen Hausarzt darauf an. Er meinte, wir könnten ja mal Lymphdrainage probieren.
Aufgrund der Corona Situation war es schwierig einen Termin für Lymphdrainage zu bekommen, aber ich hatte Glück. Nach den Lymphdrainagen war es dann immer für kurze Zeit wieder ganz gut, aber dann ging es wieder los. Und ich konnte es immer mehr fühlen. Es fing meist mit einem Brennen in den Leisten an, ging dann nach kurzer Zeit über in die Oberschenkel und bahnte sich seinen Weg weiter bis zu den Knöcheln und sogar bis in die Zehen. Es fühlte sich an wie ein Schub, ein schmerzender Fluss, der im Bauch entspringt und bis zu den Zehen fließt. Die Seiten meiner Oberschenkel fühlten sich zum Teil sogar taub an und schmerzten wenn ich nur leicht mit dem Finger darüber strich.
Ich rannte von einem Arzt zum anderen, aber niemand hat mich so wirklich ernst genommen. Wenn ich um ein neues Rezept für Lymphdrainage bat, bekamm ich den “Ist das jetzt wirklich schon wieder nötig”-Blick zugeworfen.
“Da müssens halt ein bisschen massieren, des geht dann schon wieder weg” war unter anderem ein Spruch der mir dazu entgegengebracht wurde.
Aber ich wollte das alles so nicht hinnehmen – im Gegenteil, ich war mir sicher, dass es einen Weg geben muss, diese Schmerzen und die Ödeme in den Griff zu bekommen.
Also begann ich selber, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Ich informierte mich, absolvierte Kurse, bildete mich weiter und sprach mit Betroffenen.
Ich habe angefangen das ganze System ganzheitlich zu betrachten. Es geht nicht nur darum, zu erkennen was man hat und die Symptome zu behandeln. Es hängt weitaus mehr daran. Die Atmung, Bewegung, der Darm, die Psyche, alles ist ein Teil davon.
Seitdem bilde ich mich stets weiter fort und lese sehr viel darüber. Meine Herausforderung momentan ist das Thema Ernährung. Auch die Ernährung spielt bei Lymphödemen eine große Rolle. Ich bilde mich gerade als Ernährungsberaterin fort und werde euch auch hier auf dem laufenden halten und ihr bekommt immer wieder gratis Tipps, wie ihr euch am besten ernähren solltet und worauf ihr besser verzichten solltet, denn…..
ist es:
Frauen, die sich in der gleichen Situation befinden, dabei zu unterstützen, ganzheitlich mit ihren Beschwerden umzugehen.
Unter “Für dich” findest du immer wieder kostenlose Tipps und Tricks zum downloaden, wie du am besten mit einem Lymphödem umgehst und was du selbst aktiv unternehmen kannst.
Außerdem bin ich gerade dabei einen kompletten Onlinekurs zu entwickeln, in dem das Thema Lymphödem ganzheitlich betrachtet und behandelt wird.
Du darfst mir gerne jederzeit eine E-Mail schreiben, wenn du Fragen hast oder dich gerne austauschen möchtest. Im Bereich Kontakt findest du ein Kontaktformular.
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Ich freu mich auf dich!
©2023 by Kerstin Roth